Ultraschall

Der geburtshilfliche Ultraschall fand in den 1970er Jahren Einzug in die Mutterschaftsvorsorge. Inzwischen ist die Sonographie als für Mutter und Kind unbedenkliche bildgebende Untersuchung aus der modernen Schwangerenbetreuung nicht mehr wegzudenken.

Einige Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft sind regelmäßig mit einem Zeitaufwand von 15-30 min verbunden und finden in einem extra abgedunkelten Raum statt. Da hier während der Corona-Pandemie das Ansteckungsrisiko besonders hoch ist, führen wir zur Vorbereitung dieser Termine besondere Vorsichtsmaßnahmen ein, die Sie detailliert im Abschnitt Corona-News unter Punkt 11 finden: “Schwangere Patientinnen und ausführliche Ultraschalluntersuchungen”.

In den allgemeinen Mutterschaftsrichtlinien sind 3 Basis-Ultraschalluntersuchungen vorgesehen:

Der erste Ultraschall fällt im 3. Schwangerschaftsmonat an und dient der Feststellung einer regulären Schwangerschaft.

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Beim zweiten Ultraschall im 6. Monat werden die anatomischen Strukturen Ihres Kindes wie Kopf und Gehirn, Rücken, Bauch und Gliedmaßen, Herz, Magen und Harnblase dargestellt.

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Diesen erweiterten Basisorganschall, der 2013 etabliert wurde, führen wir bereits seitdem mit gesonderter Genehmigung durch.

Zusätzlich können wir Ihnen ab dem 1.10.2020 ein differenziertes Organ-Screening inkl. kindlicher Herzfehlbildungsdiagnostik anbieten, für das Frau Dr. Wiebke Marqwardt im Rahmen der DEGUM II qualifiziert ist.

Mit dem dritten Ultraschall im 8. Schwangerschaftsmonat vergewissern wir uns der regelhaften Entwicklung und Gewichtszunahme Ihres Kindes. Die Ergebnisse all dieser Untersuchungen werden in Ihrem Mutterpass vermerkt und helfen uns, eine gesunde Entwicklung Ihres Kindes sicherzustellen.

Neuerdings können wir Ihnen auch Bilder und Filme digital übermitteln. Mithilfe der App von Trice Imaging können Sie unsere Ultraschalluntersuchungen auch als Erinnerungen speichern und zuhause mit Ihrer Familie genießen. Durch diese neue und datengeschützte Technologie können wir Ihnen gerade in Zeiten der Corona-Pandemie einen kleinen Ausgleich dazu anbieten, dass Ihr Partner oder andere Begleitpersonen nicht live bei der Untersuchung dabei sein dürfen.

Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen erfolgen in Abhängigkeit eventueller Beschwerden: z.B. bei Blutungen, bei abnormaler Gewichtszunahme oder bei V. a Fehlbildungen. Um sicher zu gehen, dass es Ihrem Kind gut geht, können wir die Blutflüsse zu und in Ihrem Kind und die Durchblutung Ihrer Gebärmutter messen. Hierzu verfügen wir über eine besondere Qualifikation in der Dopplersonographie.

Mit der 3D-Technik unserer modernen Sonographiegeräte können wir auch dreidimensionale Bilder und Filme Ihres Kindes aufnehmen. Ab dem 5. Monat kann bei günstiger Lage mitunter schon das Geschlecht Ihres Kindes festgestellt werden.

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Ohne medizinische Notwendigkeit werden Ultraschalluntersuchungen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sondern als IgeL-Leistungen von Ihnen selber bezahlt:

Im Rahmen des Ersttrimester-Screening (im Englischen “Firsttrimester-Screening” (FTS) genannt) können wir mit Hilfe der Nackenfaltenmessung Ihr individuelles Risiko für ein Kind mit einer Chromosomenanomalie (z.B. Down-Syndrom) errechnen. Darüber hinaus werden bei dieser Ultraschalluntersuchung auch bis zu 50% der allgemeinen Fehlbildungen eines Embryos erkannt. Letztere sind insgesamt zehn Mal häufiger als die bekannten Chromosomenstörungen 13, 18 und 21, weshalb die detaillierte Ultraschalluntersuchung in der 12.-14. Schwangerschaftswoche auch fester Bestandteil der nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) ist (siehe auch “Pränataldiagnostik“).